Sauwetter war am vergangenen Wochenende angesagt, der TuS/WE musste in Vohenstrauss erst gar nicht antreten, das Kaolinderby der SG in Schnaittenbach wurde nach 20 Minuten im dichten Schneegestöber abgebrochen. Nachgeholt werden beide Partien voraussichtlich im neuen Jahr, daher gleich weiter zu den Vorberichten:

Die Vorberichte:

Sonntag, 19.11.17 um 12:15 Uhr im Hirschauer Sportpark: SG – FSV Waldthurn

Sehr gefreut hatte man sich auf’s Kaolinduell beim Spitzenreiter in Schnaittenbach und angepfiffen wurde die Partie auch – bis nach zwanzig Minuten und starkem Schneefall der Schiedsrichter wegen der irregulären Bedingungen die Partie völlig zurecht abbrach. Ein Nachholtermin steht zwar noch nicht fest, aber vieles deutet darauf hin, dass man erst im neuen Jahr nochmal die Reise gen Schnaittenbach antreten wird. Letzter gegen Vorletzter heisst es am kommenden Sonntag um 12:15 Uhr im Hirschauer Sportpark, wenn man dann zum letzten Heimspiel 2017 den FSV Waldthurn empfängt. Die Truppe von Trainer Markus Dagner schwebt in akuter Abstiegsgefahr und benötigt dringendst einen Dreier. Im Hinspiel fertigte der FSV eine desolate SG mit 5:1 ab, mit dem Ergebnis war die Winkler-Truppe noch gut bedient. Hauptaugenmerk der Kaoliner wird somit sein, sich besser als im Hinspiel zu verkaufen, insbesondere die Defensive muss stabiler werden. Die SG wird trotz der nahezu aussichtslosen Situation auch weiterhin entsprechend eingestellt in die Partien gehen, einfach die Saison abschenken ist nicht angesagt. Ein paar Personalsorgen hat Martin Winkler noch, mit Moritz Groher und Lukas Heinz fehlen zwei wichtige Stammkräfte auf jeden Fall.

Sonntag, 19.11.17 um 14:15 Uhr im Hirschauer Sportpark: TuS/WE – SpVgg Schirmitz

Durchschnaufen war angesagt für den TuS/WE war angesagt, die für den Samstag angesetzte Partie in Vohenstrauss wurde bereits am Freitagabend wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Generell fanden nur zwei Partien in der Bezirksliga Nord statt, wobei das aus Hirschauer Sicht interessanteste Spiel in Kulmain stattfand und das erhoffte Resultat brachte, somit bleibt der Abstand auf den SV Kulmain bei 2 Punkten. Am Sonntag heisst nun der letzte Heimgegner für dieses Kalenderjahr um 14:15 Uhr im Hirschauer Sportpark SpVgg Schirmitz. Der Tabellendritte spielt eine ausgezeichnete Saison, hat erst zwei Niederlagen auf dem Konto und überhaupt seit zehn Spielen nicht mehr verloren. Trainer Josef Dütsch steuert das homogene Team von Aussen und kann sich auf die Standards seiner Mannen verlassen, die meist von Bastian Dütsch ausgeführt und oft von Michael Wells oder Markus Peetz (10 Saisontore) gefährlich aufs Tor gebracht werden, wie man schon im Hinspiel aus Hirschauer Sicht schmerzhaft erleben musste. Beim 1-2 im August dieses Jahres in Schirmitz verkauften sich die Kaoliner teuer, erst ein Doppelschlag und personelle Unterzahl brachten die Gottfried-Truppe auf die Verliererstrasse. Der Hirschauer Übungsleiter ist sich der Schwere der Aufgabe deutlich bewusst, weiss aber auch, dass seine Jungs gerade gegen die starken Gegner der Liga meist eine starke Leistung aufs Feld gebracht haben. „Die SpVgg wird uns schon in der eigenen Hälfte anlaufen und unter Druck setzen“, so Gottfried, „Das heisst für uns, mit konzentriertem und genauem Passspiel diese erste Linie schnell zu durchbrechen, dann werden sich auch Räume für uns auftun. Die Tugenden Laufbereitschaft und hohes Engagement sind hier natürlich besonders wichtig. Ferner müssen wir die brandgefährlichen Standards der Schirmitzer so gut es geht vermeiden.“ Licht und Schatten hatte für den TuS/WE-Coach die Spielabsage am vergangenen Wochenende. Zwar verbessert sich die personelle Lage etwas, der an sich eh schon enge Terminplan ist die negative Folge daraus, deshalb hofft Gottfried schon, dass am Sonntag gespielt wird. Neben den Langzeitverletzten fehlt der frischgebackene Vater Florian Stegmann wegen einer Rippenprellung, ansonsten ist der komplette Kader im Training. Wer’s dann letztlich ins Aufgebot für Sonntag schafft, zeigt das Abschlusstraining.

Die Stimmung bei den Kaolinern passt sich derzeit dem Wetter an, wieder liegt ein Wochenende ohne Punkte hinter unseren beiden Seniorenteams. Weder gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauss, noch gegen Detag Wernberg konnte im Hirschauer Sportpark gewonnen werden. Nun, die beiden Partien müssen schnellstens abgehakt werden, denn schon am kommenden Wochenende geht’s weiter. Den Auftakt macht der TuS/WE, der am Samstag bei der SpVgg Vohenstrauss antritt, ehe dann am Sonntag in Schnaittenbach das ewig junge Kaolinduell ansteht, wenn unsere SG versucht, den Tabellenführer zu ärgen.

Die Vorberichte:

Samstag, 11.11.17 um 14 Uhr in Vohenstrauss: SpVgg Vohenstrauss – TuS/WE

Allmählich muss der TuS/WE aufpassen, dass der ominöse 12.Tabellenplatz nicht ausser Reichweite gerät. Fünf Zähler sinds mittlerweile, die letzte Niederlage gegen Detag Wernberg war hier alles andere als förderlich. Es wäre zwar für die Moral des Teams prima gewesen, aus einem 0-2 in Unterzahl noch einen Punkt mitzunehmen, so richtig geholfen hätte der eine Zähler aber auch nicht unbedingt. Ändern lässt es sich nun nicht mehr, es bleibt der Makel haften, dass man gegen Teams in unmittelbarer Tabellennähe nichts holt. Am kommenden Samstag um 14 Uhr geht die Reise nun zur SpVgg Vohenstrauss. Die Truppe von Coach Ronny Tölzer hat sich nach einem ganz schwachen Saisonstart gefangen und belegt derzeit Platz 9, muss allerdings nach wie vor nach unten schielen. Nur einen Sieg konnte die SpVgg aus den letzten vier Partien holen, was allerdings keineswegs bedeutet, dass die Kaoliner hier locker und leicht die Punkte mitnehmen. Es wartet ein unangenehmner Gegner auf den TuS/WE, was sich schon beim 1-1 im Hinspiel in Hirschau deutlich zeigte. Etwas angefressen war der Trainer des TuS/WE, Jörg Gottfried, nach dem Heimspiel gegen Detag: „Wir haben die erste Halbzeit völlig verpennt, Detag war klar besser und auch verdient in Front. Im zweiten Abschnitt haben wir dann dennoch Moral und Biss bewiesen und uns fast belohnt, fast eben….Sicherlich haben einige Akteure gefehlt, aber das lasse ich nicht als Entschuldigung gelten, denn in Halbzeit 2 hat die Mannschaft ja gezeigt, dass sie es kann.“ Ratlos machen den Coach die Schwankungen der Mannschaft. Auf ein, zwei gute Spiel folgt oft wieder ein unerklärlicher Leistungsabfall, es ist nicht die Konstanz vorhanden, die man braucht, um eine Serie zu starten und die Abstiegsregion zu verlassen. Es wird Zeit, dass man die Lage realisiert und die Spiele entsprechend angeht, denn niemand will eine Tabelle unterm Weihnachtsbaum, die eine riesige Lücke zum rettenden Ufer darlegt. Für die Partie am Samstag konnte der Coach, was den Kader betrifft, noch keine Prognose abgeben. Philipp Falk und Simon Falk sind zwar wieder aus dem Urlaub zurück, dafür plagen sich einige andere Spieler mit Blessuren herum, sodass wieder einmal der Kader erst kurz vor Spielbeginn stehen wird.

Sonntag, 12.11.17 um 14 Uhr in Schnaittenbach: TuS Schnaittenbach – SG

Am 16. Spieltag kommt es am Sonntag 14.00 Uhr zum Aufeinandertreffen im Kaolinderby des Tabellenersten gegen Tabellenletzten in der Kreisklasse Ost. Der Gastgeber aus Schnaittenbach hat momentan einen sehr guten Lauf mit 5 Siegen in Folge, zu Hause noch ohne Punktverlust und letzte Woche bärenstark beim FC Weiden Ost 2, was soll da noch schief gehen wird man sich denken. Trainer Turan Bafra tritt jedoch auf die Bremse und verweist auf das Hinspiel das gerade so mit 2:1 gewonnen werden konnte. Auch wenn die Vorzeichen für Schnaittenbach sprechen, gegen die noch sieglose Bezirksligareserve kann die Bafra Truppe nur verlieren, da eh jeder mit einen glatten Sieg rechnet. Gerade jetzt aber fallen 3-4 weitere Leistungsträger aus, Thomas Bösl (Rote Karte), Jackup Kuchar, Kapitän Sebastian Dietrich verletzt und Johannes Bösl angeschlagen. Mannschaftlich geschlossen und absolut ehrgeizig will sich die Schnaittenbacher Truppe die Hirschauer Spielgemeinschaft zur Brust nehmen und einen weiteren Sieg einfahren (Bericht vom TuS Schnaittenbach, Olli Lassmann)

Nur der TuS/WE war am „Herbststurm-Wochenende“ im Einsatz, die Truppe von Jörg Gottfried brachte ein Remis aus dem Reservat des SV Sorghof mit. Am kommenden Sonntag klebt der Aufkleber „ganz wichtiges Spiel“ wieder an der Kabinentür, wenn der TSV Detag Wernberg im Hirschauer Sportpark seine Visitenkarte abgibt. Die SG konnte durchschnaufen und ihre Wunden lecken, nun geht’s am Sonntag in Hirschau gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauss. Klar ist man als abgeschlagenes Schlusslicht krasser Aussenseiter, aber das heisst nicht, das man chancenlos in die Partie geht.

Die Vorberichte:

Sonntag, 05.11.17 um 12:15 Uhr im Hirschauer Sportpark: SG – SV Altenstadt/Vohenstrauss

Nicht im Einsatz war die SG am vergangenen Wochenende, die Partie in Störnstein fiel den Witterungsbedingungen zum Opfer. Somit musste man tatenlos zusehen, wie durch den Heimsieg des FSV Waldthurn die Lücke auf Platz 13 nun auch schon auf sechs Zähler angewachsen ist. Am kommenden Sonntag um 12:15 Uhr empfängt man nun im Hirschauer Sportpark den SV Altenstadt/Vohenstrauss. Der SV musste am vergangenen Samstag ran, kassierte in Weiden-Ost II eine empfindliche 0-5 Klatsche und hängt weiterhin im Mittelfeld der Liga fest. Bei nur sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz muss man den Blick nach unten richten. Nach einem doch recht guten Start in die Saison läuft bei der Truppe von Trainer Markus Karl nicht mehr viel zusammen, was fünf Niederlagen aus den letzten sechs Partien offenbaren. So ganz chancenlos geht unsere SG daher sicherlich nicht in die Partie, Trainer Martin Winkler hofft, dass man die Partie genauso diszipliniert wie gegen Neustadt angeht, dann sollte durchaus etwas drin sein. Die personelle Lage lässt sich aktuell schwer einschätzen, ein Problem ist die Innenverteidigung, da Tim Birner bis Jahresende ausfällt und auch der zweite Innenverteidigerposten nicht dauerhaft besetzt werden kann.

Sonntag, 05.11.17 um 14:15 Uhr im Hirschauer Sportpark: TuS/WE – TSV Detag Wernberg

Ein Punkt wurde es für den TuS/WE beim Gastspiel in Sorghof, jener Punkt hievte die Kaoliner wieder auf den Relegationsplatz. Die Tatsache, dass der Rückstand auf Platz 8 nur fünf Zähler beträgt zeigt, wie eng es in dieser Saison in der Bezirksliga Nord zugeht. Und eigentlich ist es ja auch so, dass Partien gegen direkte Tabellennachbarn eine besondere Bedeutung haben, allerdings tut sich der TuS/WE in eben dieser Hinsicht sehr schwer, denn gegen die letzten sieben Mannschaften der Liga wurde lediglich ein Sieg geholt, das war das 2-1 beim TSV Detag Wernberg am 2.Spieltag. Eben jener Detag gastiert nun am Sonntag um 14:15 Uhr im Hirschauer Sportpark. Vier Zähler liegt die Mannschaft von Spielertrainer Christian Luff vor den Kaolinern, ein Zwischenspurt Anfang Oktober mit drei Siegen (Amberg II, Ensdorf und Schmidgaden) hievte den TSV wieder aus dem Abstiegssumpf ins Mittelfeld. Die Sorgenfalten bleiben jedoch in Wernberg, da man einfach nicht richtig auf die Beine kommt. Mit groben individuellen Fehlern bringt sich eine Mannschaft, die sicherlich das Potenzial hat um vorne mitzuspielen, immer wieder selbst um den Lohn. Demzufolge hat der TuS/WE auch Respekt vorm Detag, Coach Jörg Gottfried: „Es geht am Sonntag gegen einen offensivstarken Gegner, was für uns bedeutet, dass wir sehr gut gegen den Ball arbeiten müssen und als Team entsprechend verteidigen müssen. Wir müssen Wernberg zu Fehlern zwingen und diese dann auch ausnutzen, sonst stehen wir am Ende wieder wie schon sooft in dieser Spielzeit mit leeren Händen da“. Mit dem Punkt in Sorghof bei widrigen äusseren Bedingungen war der Hirschauer Übungsleiter zufrieden. In einem Kampfspiel hatte der SV Sorghof zwar die eine oder andere Torchance mehr, den Punkt verdienten sich die Kaoliner aber durch ihr engagiertes Spiel. Jedenfalls war es eine Steigerung gegenüber dem Kulmain-Auftritt und hier muss die Mannschaft weitermachen. Leider machen personelle Probleme dem Coach die Kaderplanung alles andere als einfach, aufgrund Verletzungen und Urlaub wird man wohl nur einen Rumpfkader am Sonntag stellen können. Allerdings wird man sicherlich dennoch die Qualität auf dem Platz bringen können, um den wichtigen Heimsieg einfahren zu können.

Einen vollkommen gebrauchten Sonntag haben unsere beiden Seniorenteams hinter sich, erst kassierte die SG eine 2-4 Heimniederlage gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauss und wartet somit weiterhin auf den ersten Saisonsieg, danach drehte der TuS/WE zunächst ein 0-2 gegen Detag Wernberg in ein 2-2, um dann zwei Minuten vor dem Ende doch noch den K.O. zu kassieren

Spielbericht SG – SV Altenstadt/Vohenstrauss

Tore: 0:1 (10.) Christian Meyer, 1:1 (17.) Dominik Horn, 1:2 (31.) Dominik Pentner, 2:2 (33.) Marco Meier, 2:3 (72.) Rene Albrecht, 2:4 (90.+1) Christian Meyer

SR: --

Zuschauer: 45

Gelb/Rote-Karte, (84.), Markus Duschinger (Altenstadt, Meckern)

Eine stark ersatzgeschwächte SG musste im Heimspiel gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauss die nächste Niederlage einstecken. Auf dem B-Platz im Hirschauer Sportpark übernahmen die Gäste von Beginn an das Kommando und gingen nach zehn Minuten auch folgerichtig in Führung. Aber die Truppe von Martin Winkler zeigte sich dieses Mal effektiv im Ausnutzen der Torchancen, der erste Schuss aufs Tor der Gäste war drin, Dominik Horn versenkte einen direkten Freisstoss. Auch die zweite Chance verwerteten die Hausherren, Marco Meier zirkelte nach Vorlage von Simon Wittmann den Ball zum erneuten Ausgleich in den Winkel, vorausgegangen war das 1-2 der Gäste durch Dominik Pentner.

Im zweiten Abschnitt drängten die Gäste vehement auf die Führung, liessen aber zahlreiche gute Chancen liegen. Erst das 2-3 durch Rene Albrecht nach einer tollen Einzelleistung brach den Bann. Endgültig entschieden wurde die Partie dann durch Christian Meyer’s zweiten Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit.

Spielbericht TuS/WE – TSV Detag Wernberg

Tore: 0:1 (13.) Simon Polster, 0:2 (30.) Lukas Hudec (Foulelfmeter), 1:2 (77.) Johannes Pfab 2:2 (85.) Johannes Pfab (Foulelfmeter), 2:3 (88.) Lukas Hudec (Foulelfmeter)

SR: David Seefried (ASV Cham)

Zuschauer: 147

Gelb/Rote-Karte: (66.) Raphael Hirmer (TuS/WE, wied.Foulspiel)

Selbst um den Lohn brachten sich die Kaoliner im Heimspiel gegen den TSV Detag Wernberg, denn wenn man fünf Minuten vor dem Ende in Unterzahl den Ausgleich erzielt und dann doch am Ende mit leeren Händen dasteht, ist das bitter. Den Hausherren war das Fehlen von sechs Stammspielern deutlich anzumerken, die Gäste stellten die kompaktere Mannschaft in der Anfangsphase und gingen folgerichtig durch Simon Polster nach 13 Minuten in Front. Nach einer halben Stunde zeigte Schiedsrichter David Seefried auf den Elfmeterpunkt, vorausgegangen war ein Zweikampf von Benni Sehr und Thimo Luff – eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Lukas Hudec war’s egal, er verwandelte sicher zum 0:2. Den Kaolinern gelang in Durchgang eins wenig bis gar nichts, viele Fehler im Spielaufbau wurden begangen, Torchancen waren Mangelware.

Im zweiten Abschnitt liessen sich die Gäste dann tief in die eigene Hälfte fallen, blieben aber mit Kontern stets gefährlich. Der TuS/WE agierte über viele Standardsituation, die allerdings viel zu ungenau serviert wurden und keine Gefahr darstellten. Und kam man mal durch, wurde man durch das mehr als unsicher wirkende Schiedsrichtergespann gestoppt, welches generell einige merkwürdige Entscheidungen fällte. Die Ampelkarte für Raphael Hirmer nach mehr als einer Stunde schien die Partie entschieden zu haben, doch die Gastgeber kämpften gegen die Niederlage an – zunächst mit Erfolg. Erst verwandelte Johannes Pfab nach 77 Minuten einen direkten Freistoss, wobei Gästekeeper Simon Luff eine unglückliche Figur machte und nur 8 Minuten später war es wieder der Hirschauer Kapitän, der einen Foulelfmeter im Detag-Tor unterbrachte, zuvor wurde der aufgerückte Innenverteidiger Benni Sehr im Wernberger Strafraum gelegt. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn drei Minuten später waren sich TuS/WE-Keeper Alex Köck und Daniel Huber nicht einig, wieder gab es Elfmeter und wieder war es Lukas Hudec, der dann letztlich den Endstand herstellte. Eine bittere und völlig vermeidbare Heimniederlage, welche die Kaoliner wieder auf einen Abstiegsplatz drückt – der rettende 12.Platz in der Bezirksliga Nord ist bereits fünf Punkte entfernt, was den TuS/WE langsam mehr und mehr unter Druck bringt.

Vorschau aufs kommende Wochenende:

Das Kaolin-Derby steht am kommenden Sonntag für die SG an, es geht zum Spitzenreiter nach Schnaittenbach. Es dürfte die leichteste Aufgabe der Saison werden für die Truppe von Martin Winkler, denn nicht einmal der größte Optimist erwartet hier etwas zählbares von der Mannschaft, die vollkommen befreit in dieser Derby gehen kann. Es geht darum, sich gut zu präsentieren und den Spitzenreiter etwas zu ärgern und wer weiss…Derby’s haben ja bekanntlich eigene Gesetze. Für den TuS/WE geht’s bereits am kommenden Samstag nach Vohenstrauss, wieder trifft man auf einen Gegner, der sich durchaus noch in Sichtweite befindet. Die Parole „wichtiges Spiel“ wurde in dieser Saison schon desöfteren gebraucht, Erfolg brachte sie noch nicht, deswegen lassen wir’s auch weg. Es bleibt zu hoffen, dass Trainer Jörg Gottfried wieder den vollen Kader für diese Auswärtspartie zur Verfügung steht, denn langsam steht den Kaolinern das Wasser bis zum Hals.

Komplett unterschiedlich verliefen die Kirwapartien unserer beiden Seniorenteams. Während der FC Luhe-Markt am Freitagabend der SG in den Maßkrug spuckte und die drei Punkte mitnahm, zeigte sich am Samstag der TuS/WE bei Kaiserwetter von seiner besten Seite und fuhr gegen den SC Katzdorf Saisonsieg Nummer vier ein. Diesen gilt es nun am kommenden Sonntag beim SV Kulmain zu vergolden. Zeitgleich tritt die SG bei der DJK Neustadt/WN an und hat im Grunde keine Chance: Schlusslicht gegen Tabellenführer, schlechtester Sturm gegen beste Abwehr……allerdings schert sich der Fussball nicht um Statistiken und Neustadt wäre nicht der erste Tabellenführer, der ein abgeschlagenes Schlusslicht unterschätzt.

Die Vorberichte:

Sonntag, 22.10.17 um 15 Uhr in Neustadt/WN: DJK Neustad/WN - SG

Das war sie wohl, die womöglich entscheidende Niederlage, das 1-3 gegen Luhe-Markt. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nun satte zehn Punkte und wenn man auch nach 12 Spielen noch ohne Sieg am Tabellenende steht, dann ist der Weg für die Kaoliner vorgezeichnet. Kommen nach dem 13.Spieltag weitere Punkte dazu, dann wäre das wohl eine ausgewachsene Sensation, denn die Reise geht zum Kreisliga-Absteiger nach Neustadt. Die Truppe von Trainer Bernd Häuber führt das Kreisklassen-Feld ungeschlagen an, erst acht Gegentore in 12 Partien zeigen ganz klar, wo man die Stärken der DJK findet. Mit Patrick Michl (10 Treffer) stellt man zudem einen der Toptorjäger der Liga, die SG steht also im Grunde vor einer unlösbaren Aufgabe. Deren Trainer Martin Winkler setzte viel Hoffnung in die Partie gegen Luhe-Markt und bis zum ersten Gegentreffer zeigte sein Team auch eine ansprechende Leistung, danach begann man aber wieder die altbekannten Fehler, die sich wie ein roter Strich durch die Saison ziehen. Auch wenn man nun nahezu aussichtslos zurückliegt, will man im weiteren Saisonverlauf das Beste geben und soviel Eindrücke wie möglich aus der Kreisklasse zeigen. Für die enorm schwere Partie beim Spitzenreiter steht Martin Winkler im Normalfall der komplette Kader zur Verfügung.

Sonntag, 22.10.17 um 15 Uhr in Kulmain: SV Kulmain – TuS/WE

Der erste kleine Schritt aus dem Keller ist vollbracht, mit einem klaren 4-1 wurden dem SC Katzdorf im Kirwaspiel in Ehenfeld die Grenzen aufgezeigt. Endlich brachte man die eigenen Stärken wieder auf den Rasen und vor allem Tempo in die eigenen Aktionen, vor Wochenfrist wurde es ja schon angesprochen: Die Mannschaft kann es, sie muss es nur zeigen. Mit dem vierten Saisonsieg hat der TuS/WE nun den Kontakt zum unteren Mittelfeld hergestellt, belegt allerdings immer noch einen gefährdeten Platz. Zum Vorrundenabschluss gastiert man nun am Sonntag um 15 Uhr beim Mitaufsteiger SV Kulmain. Die Truppe von Coach Oliver Drechsler hat eine ähnliche Bilanz wie der TuS/WE und liegt einen Rang und nur drei Zähler hinter den Kaolinern. Den Betriebsunfall Kreisliga im Vorjahr reparierte der SVK mit dem sofortigen Wiederaufstieg, einen wesentlichen Anteil hatte hier die Heimstärke, wo man ungeschlagen blieb. Auch in der laufenden Saison hat man 8 von 12 Zählern daheim eingefahren. Die Kaoliner müssen sich auf einen kampfstarken und engagierten Gegner einstellen, wo es schwer sein wird, einen Dreier einzufahren. TuS/WE-Coach Jörg Gottfried war erleichtert nach dem Katzdorf-Sieg: „Endlich haben wir uns mal belohnt und unsere Chancen in Tore umgemünzt. Die Mischung aus Lauffreudigkeit, guten Umschaltspiel und Zweikampfstärke insbesondere in der zweiten Halbzeit waren die Schlüssel zum Sieg. In Kulmain müssen wir das auch wieder auf den Platz bringen, tunlichst vermeiden sollten wir die leichten Abspielfehler, wie in der ersten Halbzeit gegen Katzdorf. Das es in Kulmain ein schweres Stück Arbeit wird, ist uns bewusst, aber leichte Aufgaben gibt’s sowieso nicht in der Bezirksliga“. Ein Dreier würde den TuS/WE auf sechs Punkte Abstand zum SV Kulmain bringen und für einen versöhnlichen Vorrundenabschluss sorgen. Bislang brachte man gegen direkte Tabellennachbarn wenig Zählbares zusammen, es wäre an der Zeit, diese Bilanz in die positive Richtung zu schubsen. Neben den Langzeitverletzten wird wohl Hubert Heckmann ausfallen, ins Mannschaftstraining wieder eingestiegen sind Stefan Pfab, Matthias Brinster und Michael Pinz. Wie der endgültige Kader für die Aufgabe beim SV Kulmain letztlich aussehen wird, wird sich nach dem Abschlusstraining zeigen.

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SG DJK Ehenfeld / TuS/WE Hirschau II auf FuPa
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